Blütenpollen, das Gold der Bienen
Auf der Speisekarte der Bienen - und der gesundheitsbewusten menschen - stehen die Blütenpollen. Es lohnt sich, einiges Wissenswertes über die für den laien sogeheimnisvollen Blütenpollen zu erfahren.
Was sind Blütenpollen und wie sehen sie aus?
Blütenpollen sind eine Vielzahl von mikroskopisch kleinen Körnchen, die sich in den Staubbeuteln der Blüte befinden und den männlichen Samen dieser Blüte darstellen. Blütenpollen haben die unterschiedlichsten Formen. Man kennt kugelige, ovale und pyramidenförmige Pollenkörner. Zur Unterscheidung der vielgestaltigen Formen und Farben wird der Pollen im Mikroskop vergrösert. So winzig das einzelne Pollenkorn ist, so riesig ist die Gesamtzahl. Eine Löwenzahnblüte hat z. B. bis zu 240 000 Pollenkörner, Haselkätzchen 4 Millionen, eine Maispflanze gar 50 Millionen Blütenpollen.
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Pollengemisch Tannenpollen Getreidepollen
Der vielgerühmte Bienenfleiss
... schenkt uns nicht nur Honig. Beobachtet man die Bienen kurz vor ihrem Heimflug, dann lassen sich an ihren Hinterbeinen sogenannten Pollenhöschen erkennen. Durch die ölige Oberfläche der Blütenpollen haften sie beim Blütenbesuch leicht am Haarkleid der Honigbiene. Bereits beim Weiterflug werden sie zu kleinen Klumpen von durchschnittlich 7 bis 8 Milligramm, zu den sogenannten Pollenhöschen geformt und zum Bienenstock transportiert. Biene mit sogenannten Pollenhöschen
Warum braucht das Bienenvolk diese hochwertige Pollenernährung?
Der Honig allein, trotz seines hohen Kaloriengehaltes, reicht nicht zur Aufzucht des schnell wachsenden Bienenvolkes. Die Bienen wären ohne diese Pollennahrung gar nicht in der Lage, ihre Leistungen zu erbringen. - Kein Wunder, dass sie für ihr Wohlbefinden diese unentbehrliche planzliche Nahrung sammeln.
Wie wird nun der Pollen geerntet?
Gesammelt wird mit einer Pollenfalle. Durch Verengung müssen die Bienen bei ihrer Heimkehr hindurch, ohne dass die Sammlerinnen dabei Schaden nehemen. So werden die grosse
n Pollenhöschen abgestreift und fallen in ein unter der Pollenfalle angebrachten Behälter. Täglich entnimmt der Imker den Frischpollen, der in einer modernen Trocknungsanlage der Schweizerischen Pollenimkervereinigung getrocknet wird. Danach wird der Pollen gereinigt, im Labor wird der Gütezustand beurteilt und in Hermetikgläser abgefüllt.
Bild links: Pollenfalle für eine Magazinbeute
Warum sind Blütenpollen so gesund?
Für uns Menschen sind Blütenpollen, das Gold der Bienen, eine wichtige Zusatz- und Ergänzungsnahrung. Nirgends als im Blütenpollen findet sich eine so grosse Vielfalt an Naturstoffen. Er entfaltet im menschlichen Organismus eine allgemein stärkende, anregende und aufbauende Wirkung.
Auf den Wirkstoffgehalt kommt es an!
auf 100g Trockenpollen
| Gesamt - Mineralstoffgehalt als Asche | 2.0 - 2.5 % |
| Kalium | 400 mg |
| Manesium | 100 mg |
| Spurenelemente: | |
| Zink | 10 mg |
| Eisen | 15 mg |
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Aminosäuren: Alle für den Erwachsenen essentiellen sind im Pollen enthalten |
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| Gesamtsteringehalt als Beta-Sitosterin | 400 mg |
| Gesamtgehalt an Flavonen als Rutin | 600 mg |
| Vitamine: | |
| Folsäure | 1 mg |
| Nicotinamid | 10 mg |
| Beta-Carotin (=Provitamin-A) | 12 mg |
Wer soll Pollen einnehmen?
Aufgrund der zahlreichen Inhaltsstoffe vermögen Blütenpollen unter anderem das Allgemeinbefinden in allen Lebensabschnitten zu heben, körperlicher und geistiger Ermüdung (auch Schulmüdigkeit) vorzubeugen, Folgen von Stress zu mildern und dem Körper wichtige Nahrungssubstanzen zuzuführen (beispielsweise während der Schwangerschaft).
Wieviel Pollen und wie konsumieren?
Erwachsene: 1 bis 2 Teelöffel pro Tag
Kinder : die Hälfte
Pollen eignet sich auch als Beigabe zu Joghurt, Birchermüesli, Fruchtsalaten oder kann in kalter Milch aufgelöst werden. Pollen soll gut gekaut werden.
Weshalb Schweizer Blütenpollen?
Unsere vielfarbige Schweizer Flora ist sehr reichhaltig. Über 80 Pflanzenarten enthält der einheimische Pollen. Schweizer Blütenpollen wird täglich geerntet, staubfrei getrocknet, in der Qualität beurteilt und luftdicht abgefüllt. Der Schweizer Pollen ist naturbelassen und untersteht der strengen Kontrolle durch die Schweizerische Pollenimkervereinigung.



n Pollenhöschen abgestreift und fallen in ein unter der Pollenfalle angebrachten Behälter. Täglich entnimmt der Imker den Frischpollen, der in einer modernen Trocknungsanlage der Schweizerischen Pollenimkervereinigung getrocknet wird. Danach wird der Pollen gereinigt, im Labor wird der Gütezustand beurteilt und in Hermetikgläser abgefüllt.